» Sabine Schmal - Lumicolore

Dein Kleiderschrank-Projekt

Im Moment hält uns alle noch die Corona Pandemie in Atem und viele von uns verbringen mehr Zeit als üblich zuhause. Viele haben die Arbeit, den Alltag und die Freizeit in die eigenen 4 Wände verlegt und jetzt ist – nicht nur jahreszeitlich bedingt – ein guter Zeitpunkt, um einen Kleiderschrank-Check zu starten. Mit den folgenden Tipps kannst Du Dein Kleiderschrank-Projekt für Dich allein durchführen und/oder auch einen Termin mit mir vereinbaren für einen Kleiderschrank- oder Styling-Check per Skype oder Facetime.

Du hast Lust auf Deinen neuen Sommerlook – auf Kleidung, die wirklich zu Dir, Deiner Figur und Deinem Lebensstil passt? Dann starte jetzt mit Deinem Kleiderschrank-Projekt.

Kreiere Lieblings-Outfits, die wirklich zu Dir und Deinem Leben passen.

Ich verspreche Dir, dass es Spaß macht, sich mit der eigenen Kleidung näher zu beschäftigen, dass es die Kreativität anregt, sie neu zu stylen und es Dich sehr zufrieden machen wird, Deinen perfekten Kleiderschrank mit vielen Lieblingslooks zu haben.

Bevor Du startest, beginne einige Tage vorher zu notieren, für welche beruflichen und privaten Gelegenheiten Du ein Outfit benötigst. Das kann für jeden einzelnen Arbeitstag der Woche sein, oder für bestimmte Anlässe im Job, eine besondere Präsentation, Kundenbesuche oder der nächste Mädels-Abend sein (oh, hoffentlich bald wieder!). Vergiss nicht – zumindest einen – schönen Look für die Freizeit zuhause zu notieren.

Thema Dresscodes: in einigen Firmen ist es leicht, sie umzusetzen, weil sie fest vorgeschrieben sind – ähnlich einer Uniform. Schwieriger ist es bei den sogenannten Non-verbalen Dresscodes. Da Du jetzt das Projekt Kleiderschrank sowieso startest, ist der richtige Moment, nochmal näher in Deiner Firma hinzuschauen. Fachliche Kompetenz ist wichtig – die richtige Kleidung ebenso. Auch wenn Du z.B. keinen Kundenkontakt hast, bist Du doch die Visitenkarte des Unternehmens. Du zeigst mit Deiner Kleidung und Deinem Auftreten, dass Du die modernen Business-Knigge-Regeln beherrschst und Dich im Job angemessen kleidest, ohne over- noch underdressed zu sein oder Dich verkleidet zu fühlen. Jede Branche hat ihre eigenen Gesetze. Ein Outfit, das in einer Marketing Agentur und deren Kunden super ankommt, kann ich einer Unternehmensberatung oder Versicherung völlig unangemessen sein. Ein guter Hinweis, ob man ein Outfit im Beruf auch tragen sollte ist, wenn Du Dir selbst beim Anschauen zweifelnd die Frage stellst: „Kann ich das auch beruflich tragen?“ Dann lautet die Antwort ganz sicher: Nein.

Lust auf neuen Look – mit der Kleidung, die Du hast – ohne Geld auszugeben?

Kostenlose Anleitung für Dein Kleiderschrank-Projekt

Lege über Dein Bett eine Decke in neutraler Farbe. Wenn Du eine Schneiderpuppe hast, stell` sie mit dazu. Nimm Deine gesamte Kleidung aus dem Schrank und breite sie auf dem Bett aus. Ja, wirklich alles.

Schritt 1: Sortieren

Sortiere Deine Kleidung nach: Hosen, Blusen, Pullover, Blazer, Schuhe, Accessoires usw.

Dabei lege gleich die Stücke zur Seite, die abgetragen sind oder auch die, die wirklich nicht mehr passen und auch „Erinnerungsstücke“. Lege Sie in einen Korb/Karton und räume sie aus Deinem Sichtfeld. Du kannst später in Ruhe entscheiden, was Du damit tun wirst.

Lege dann auch die Stücke, bei den Du nicht sicher bist, in einen gesonderten Korb/Karton. Sie bleiben im Sichtfeld.

Die Kleidungsstücke, die repariert, gereinigt oder geändert werde müssen, kennzeichne z.B. mit einer Wäscheklammer. So kannst Du mit ihnen Dein Styling-Projekt starten, dank der Kennzeichnung kommen sie dann später aber gar nicht erst wieder in den Schrank.

Schritt 2: Lieblings-Outfits kreieren

Das Styling-Projekt kann beginnen. Ich finde es hilfreich, erst mit der Hose/dem Rock zu beginnen. Dann folgen Bluse und Jacke/Blazer.  Bitte ziehe die Kleidung nicht an. Entweder kleidest Du die Schneiderpuppe ein oder Du kombinierst die Outfits auf Deinem Bett oder einem anderen neutralen Untergrund.

Warum Du die Kleidung nicht anprobieren sollst? Es könnte sein, dass Du die Neutralität für Deine Kleidung verlierst und nicht mehr Dein Outfit im Vordergrund steht, sondern dass Du beginnst, an Deiner Figur zu mäkeln. Nachdem Du ein Outfit erstellt hast, kannst Du es anprobieren und dann siehst Du sicher, falls Änderungen an der Schnittführung vorgenommen werden müssen, damit alles optimal zu Deiner Figur passt. Oder wir schauen zusammen und ich gebe Dir die Tipps dazu via Skype oder FaceTime.

Nun beginnt das Styling. Kombiniere den ersten Look. Überlege Dir dann, mit welchen Accessoires, Schuhen, Taschen, Gürteln der Look wandelbar gemacht werden kann. Schau, welche passenden Farben an Nagellack, Lippenstift Du dazu bereits hast. Lege alles zu dem jeweiligen Look und mache Fotos von jeder Variante. Später kannst Du die Fotos z.B. in die Innenseite Deines Kleiderschranks kleben. Das gibt Dir zukünftig gute Inspiration. Vorbei sind die Tage mit der Frage: Was ziehe ich heute an?

Auf einer „Wunschliste“ notierst Du, welche Accessoires, Schuhe, Kleidungsstücke, Farben, Dir noch fehlen. Deine Wunschliste für den perfekten Kleiderschrank solltest Du immer bei Dir haben; sie sollte Dich beim nächsten Shopping begleiten. Das bewahrt Dich vor Fehlkäufen und „teuren Schnäppchen“.

Bravo! Der erste und wichtigste Schritt ist gemacht. Herzlichen Glückwunsch!

Du wirst sehen, wie Du immer kreativer wirst, bei der Kombination Deiner Outfits…und das, obwohl Du vielleicht zukünftig weniger Kleidung im Schrank hast als vorher.

Übrigens: ein allgemeingültiges Ordnungs-Schrankprinzip finde ich hinderlich. In den persönlichen Beratungen finde ich mit meinen Kundinnen immer das für sie passende Ordnungs-Prinzip: jeder Mensch und jeder Schrank sind eben anders.